{"id":4318,"date":"2022-03-20T21:28:39","date_gmt":"2022-03-20T19:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/georgenikolopoulos.gr\/?p=4318"},"modified":"2022-03-20T21:28:39","modified_gmt":"2022-03-20T19:28:39","slug":"die-in-vitro-fertilisation-in-acht-schritten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/georgenikolopoulos.gr\/de\/die-in-vitro-fertilisation-in-acht-schritten\/","title":{"rendered":"Die in- vitro Fertilisation in acht Schritten"},"content":{"rendered":"<h4>Die Stadien der in- vitro Fertilisation vom ersten Besuch beim Spezialisten bis zur Empf\u00e4gnis.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beratungsgespr\u00e4ch mit dem Spezialisten<\/strong><\/p>\n<p>Damit man von Unfruchtbarkeit sprechen kann, muss ein Paar ein Jahr lang unverh\u00fcteten Sexualverkehr gehabt haben, der zur Empf\u00e4gnis nicht gef\u00fchrt hat. Falls die Frau \u00e4lter als 37 Jahre alt ist, verk\u00fcrzt sich dieser Zeitspanne auf sechs Monate.<\/p>\n<p>Beim ersten Besuch w\u00e4re es sinnvoll, wenn beide Partner dabei sind und sich Zeit nehmen. Es ist hilfreich, wenn sie alle Untersuchungen, die sie bis dahin gemacht haben, bei sich haben. Der Arzt wird eine detallierte Anamnese von\u00a0 beiden Partnern erheben. Anschlie\u00dfend findet eine frauen\u00e4rztliche Untersung und ein transvaginaler Ultraschall statt. Falls die Vermutung naheliegt, dass die Unfruchtbarkeit auf Seiten des Mannes liegt, kann er auch untersucht werden.<\/p>\n<p>Wenn das Paar oder die Frau nicht in der N\u00e4he der Praxis wohnt oder wenn besondere Umst\u00e4nde es nicht zulassen, dass das Paar beim ersten Besuch pers\u00f6nlich erscheinen kann, kann der erste Kontakt mit dem Arzt via Telekonferenz stattfinden. Beim ersten Kontakt via Telekonferenz, wird der Arzt die Untersuchungen, die schon vorgenommen wurden, sich anschauen und eventuel zus\u00e4tliche Untersuchungen verlangen, die das Paar in seinem Wohnort vornehmen kann.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Untersuchungen zur Festlstellung der Unfruchtbarkeitsgr\u00fcnde<\/strong><\/p>\n<p>Je nachdem wie die Befunde der ersten Untersuchung aussehen, werden von der Frau am zweiten oder dritten Tag ihres Zyklus hormonelle Blutuntersuchungen verlangt und am dritten Zyklustag wird ein vaginaler Ultraschall stattfinden. In den meisten F\u00e4llen wird eine Hysterosalpingographie, d.h. eine R\u00f6ntgenaufnahme bei der die Anatomie der Geb\u00e4rmutterh\u00f6hle und die Durchg\u00e4ngikeit der Eileiter untersucht wird,<\/p>\n<p>bestimmen, ob weitere speziellere Untersuchungen, wie Karyotyp, Thrombophilie-Test, Hysteroskopie oder Laparoskopie vorgenommen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen, die den Mann betreffen, beinhalten ein Spermodiagramm d.h. eine Spermauntersuchung, ein Spermaaktivierungstest \u00a0\u00a0und \u00a0eine Spermakultivierung. Eventuell wird auch ein Hodenultraschall vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Alle Untersuchungen k\u00f6nnen entweder im IVF-Zentrum oder in einem anderen Diagnostikzentrum oder in den meisten F\u00e4llen am Wohnort des Paares vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Nach den Untersuchungen werden deren Ergebnisse bewertet und der Arzt wird gemeinsam mir dem Paar den weiteren Verlauf planen. Diese Plannung kann auch andere Therapiemethoden miteinschlei\u00dfen oder dierekt zu einer in-vitro Fertilisation f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beginn der in-vitro Fertilisation \u2013 ovarielle Stimmulation<\/strong><\/p>\n<p>Das erste Stadium der in-vitro Fertilisation ist die kontrollierte ovarielle Stimmulation damit mehr als ein Follikel produziert werden kann. Dies geschieht durch Einreichung von Medikamenten-Hormonen, die die Entwicklungsvollendung der urspr\u00fcnglichen Follikel vorantreiben. Es ist wichtig zu betonen, dass die ovarielle Stimmulation nicht zu einer fr\u00fchzeitigen Menopause f\u00fchrt auch wenn diese mehrmals wiederholt wird. Der Grund daf\u00fcr ist, dass die produzierten Eizellen sowieso im Laufe dieses Zyklus zerst\u00f6rt werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reifung der Eizellen<\/strong><\/p>\n<p>Die Reifung der Follikel wird durch h\u00e4ufige Ultraschalle und Messungen bestimmter Hormone im Blut \u00fcberwacht. Das Ziel ist die bestm\u00f6glichste Entwicklung der Follikel, die 9 bis 12 Tage dauert, zu bekommen. Nach Verlauf dieser Tage wird eine letzte Spritze eingereicht, die auf die endg\u00fcltige Reifung der Eizellen zielt. Anschlie\u00dfend findet nach 34 bis 36 Stunden die Eizellenentnahme statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eizellenentnahme und Spermaprobe<\/strong><\/p>\n<p>Die Eizellenentnahme dauert ca. 30 Minuten und erfolgt\u00a0 durch Einreichung eines intraven\u00f6sen\u00a0 leichten An\u00e4sthetikums, damit sie\u00a0 schmerzfrei verlaufen kann. Der Arzt hat st\u00e4ndig die Ovarien durch den transvaginalen Ultraschall im Blick. Er f\u00fchrt eine d\u00fcnne Nadel ein, die die Vaginalwand durchdringt und damit punktiert er die Follikel. Der Inhalt jeden Follikels wird beim Embryologie-Labor \u00fcbergeben und der Embryologe untersucht die Follikelfl\u00fcssigkeit im Mikroskop. Er findet und sammelt anschlie\u00dfend die Eizellen. Nach der Eizellenentnahme bleibt die Patientin f\u00fcr 1 bis 2 Stunden im Zentrum. Nach Ablauf dieser Zeit kann sie das Zentrum verlassen.<\/p>\n<p>Der Partner muss dem Labor am Tag der Eizellenentnahme eine Spermaprobe abgeben. Die beste Methode der Spermaentnahme ist das Onanieren. Das findet in einem daf\u00fcr speziell eingerichteten Raum im IVF-Zentrum unter aller Hygienevorkehrungen und unter Diskretion statt. Es ist ratsam, dass die Spermaprobe nach 2 bis 5 Tage sexueller Enthaltsamkeit abgegeben wird.\u00a0 Die Spermaprobe wird bearbeitet und es werden die beweglichen und morphologisch normale Spermien gesammelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die in-vitro Fertilisation<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die in- vitro Fertilisation (IVF) und nicht die Mikrobefruchtung (ISCI) gew\u00e4hlt wurde, findet die Befruchtung der Ovarien durch deren Einsetzen mit einer bestimmten Anzahl aktivierten Spermien des Partners auf Platten mit einer speziellen Kultivierungsfl\u00fcssigkeit statt. Die Spermien befruchten das Ovarium von alleine und ohne das Eingreifen des Embryologen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Embryotransfer<\/strong><\/p>\n<p>Vor dem Embryotransfer werden die Embryen vom Embryologen auf eventuelle Anomalien bez\u00fcglich ihrer Chromosomenanzahl oder Struktur (beispielsweise Down- Syndrom) oder anderen Erbkrankheiten wie\u00a0 Thalas\u00e4mie (Mittelmeean\u00e4mie), Mukoviszidose oder Muskeldystophie gepr\u00fcft. Die Embryen k\u00f6nnen entweder frisch oder aufgetaut sein. Zus\u00e4tlich kann in besonderen F\u00e4llen -und sogar vor Einfrierung der Eizellen- eine Pr\u00e4implatationsdiagnostik vorgenommen werden. Bei dem Embryotransfer werden die Embryen zwei oder drei Tage nach der Eizellenentnahme oder f\u00fcnf bis sechs Tage nach der Eizellenentnahme und soweit sie das Stadium der Blasozyste erreicht haben, in die Geb\u00e4rmutterh\u00f6hle eingelegt. Die Embryen werden vom Embryologen und dem Frauenarzt ausgew\u00e4hlt. Es werden die qualitativ besten \u2013im Bezug auf ihre Morphologie- gew\u00e4hlt und anschlie\u00dfend findet der Embryotransfer eines oder zwei Embryen statt. Der Arzt entscheidet dar\u00fcber, ob es mit dem Embryotransfer mit frischen Embryen und der Einfrierung der restlichen weitergehen kann. Anderfalls weden alle Embryen eingefroren (freeze all) und der Embryotransfer findet im n\u00e4chsten Monat statt.<\/p>\n<p>Der Ablauf des Embryotransfers ist folgender: der Embryologe saugt mit einem speziellen Katheter die Embryen auf und der Frauenarzt f\u00fchrt den Katheter mit Hilfe eines Bauchultraschalls und setzt die Embryen mit besonders vorsichtigen Bewegungen in die Geb\u00e4rmutterh\u00f6hle ein. Der ganze Vorgang ist schmerzfrei, dauert etwa 15 Minuten und erfordert keine An\u00e4sthesie. Die Frau bleibt f\u00fcr ca. 1 Stunde im Zentrum liegen.<\/p>\n<p>Zehn Tage nach dem Embryotransfer -falls f\u00fcnf Tage alte Embryen gew\u00e4hlt wurden (oder Blastozysten)- oder zw\u00f6lf Tage- falls drei Tage alte Embryen gew\u00e4hlt wurden- wird im Blut das Hormon Beta-HCG gemessen, um festezustellen, ob es zu einer Schwangerschaft gekommen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kryokons<\/strong><strong>rvierung der Embryen<\/strong><strong>e<\/strong><\/p>\n<p>Die Embryen, die \u00a0\u00fcbriggeblieben und qualitativ gut sind und die nicht in die Geb\u00e4rmutter der Frau transferiert sind, k\u00f6nnen eingefroren werden. Somit ist ein zweiter Embryotransfer gesichert, falls der erste fehlgeschlagen ist. Durch die Kryokonservierung wird der Frau die M\u00f6glichkeit gegeben ein zweites Kind zu bekommen ohne vorherige ovarielle Stimmulation oder Eizellenentnahme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadien der in- vitro Fertilisation vom ersten Besuch beim Spezialisten bis zur Empf\u00e4gnis. &nbsp; Beratungsgespr\u00e4ch mit dem Spezialisten Damit man von Unfruchtbarkeit sprechen kann, muss ein Paar ein Jahr lang unverh\u00fcteten Sexualverkehr gehabt haben, der zur Empf\u00e4gnis nicht gef\u00fchrt hat. 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