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Humanes Papillomavirus (HPV) ist ein sexuell übertragbares Virus, das für 99,7% der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich ist.

90% der Menschen, Männer und Frauen, kommen in den ersten 2-3 Jahren ihres Sexuallebens mit dem Virus in Kontakt. Das Virus kann sehr leicht übertragen werden, daher bietet die Verwendung eines Kondoms keinen ausreichenden Schutz. Nach der Einnahme verursacht HPV eine vorübergehende „Infektion“, die normalerweise innerhalb von 2-3 Jahren von selbst verschwindet. Wenn das körpereigene Abwehrsystem nicht mit dem Virus umgeht, tritt eine Läsion auf, deren Form von der Art des HPV abhängt, das den Körper infiziert hat. Bisher wurden mehr als 100 HPV-Typen gefunden. Einige verursachen Hautschäden, andere, hauptsächlich die Typen 6 und 11, die bekannten akuten Warzen, und andere schädigen den Gebärmutterhals, bei dem es sich im Wesentlichen um präkanzeröse Läsionen handelt.

Der bekannte Pap-Test ist die Entnahme einiger Zellen von der Oberfläche des Gebärmutterhalses und deren Kontrolle unter einem Mikroskop auf das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Schäden durch das HPV. Der Pap-Test prüft nicht auf das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein des Virus, sondern auf das Vorhandensein von Schäden des Virus. Dieser schmerzlose, schnelle und kostengünstige Test sollte jedes Jahr vom Beginn des Sexuallebens einer Frau bis zum Alter von 70 Jahren durchgeführt werden. Wenn solche Läsionen gefunden werden, sollte der Gebärmutterhals kolposkopisch überwacht werden.

Die Kolposkopie ist ein einfacher Test, der ohne Anästhesie mit einem speziellen Mikroskop durchgeführt wird, das als Kolposkop bezeichnet wird. Der Gebärmutterhals wird mit speziellen Flüssigkeiten angefärbt und auf das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von HPV-Schäden getestet. Wenn Probleme gefunden werden, kann eine Biopsie durchgeführt werden, um ihre Größe und Schwere zu bestimmen.

Das Vorhandensein von präkanzerösen Läsionen im Gebärmutterhals sollte die Frau in keiner Weise in Panik versetzen. Diese Läsionen sind normalerweise minderwertig und verschwinden sich mit einer Rate von etwa 70% von selbst.

Bei niedriggradigen Läsionen (Low Grade SIL) wird normalerweise alle 6 Monate eine regelmäßige Überwachung mit Pap-Tests und Kolposkopie empfohlen. In bestimmten Fällen ist es möglich, das Virus zu standardisieren, dh den HPV-Typ zu überprüfen, um festzustellen, ob das Risiko hoch oder niedrig ist. Wenn diese Läsion lange anhält oder sich zu einer hochgradigen Läsion (High Grade SIL) entwickelt, sollte die Läsion behandelt werden. Es gibt keine Behandlung durch Arzneimitteln. Die Behandlung ist immer chirurgisch, ist einfach und entfert die Läsion aus dem Gebärmutterhals. Es kann auch unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden und normalerweise verlässt der Patient das Krankenhaus in kurzer Zeit.

Daher soll folgendes hervorgehoben werden:
• HPV ist ein Virus, mit dem wir alle zu Beginn unseres Sexuallebens infiziert werden.
• Das Vorhandensein des Virus bedeutet nicht unbedingt eine Schädigung.
• Der jährliche Pap-Test erkennt das Vorhandensein einer HPV-Läsion in einem sehr frühen Stadium und ermöglicht entweder eine einfache Überwachung oder eine einfache topische Behandlung.
• Das Vorhandensein einer präkanzerösen Läsion des Virus impliziert in keiner Weise ein obligatorisches Fortschreiten des Krebses. Diese Probleme sind normalerweise minderwertig und verschwinden sich selbst, insbesondere in jungen Altersgruppen.
• Das Vorhandensein von Problemen bedeutet nicht unbedingt eine chirurgische Entfernung. Wenn sich die niedriggradige Läsion in einem signifikanten Zeitraum nicht verschwindet oder sich zu einer hochgradigen Läsion entwickelt, muss sie chirurgisch entfernt werden. Bei jungen Frauen und bei regelmäßigen Nachuntersuchungen alle 6 Monate verhindert ein langfristiges Warten in der Regel eine Gebärmutterhalsoperation.
• Raucherentwöhnung und ein gesunder Lebensstil (Ernährung, Bewegung, guter psychischer Zustand usw.) helfen dem Körper, selbstständig mit dem Virus umzugehen. Die Verwendung eines Kondoms bietet relativen, aber keinen vollständigen Schutz.

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